Posts

Tag 8

Bild
Der achte Tag war perfekt. Perfektes Bikewetter mit perfekter Motivation. Ich hatte eine schlaflose Nacht hinter mir, weil ich ja uuuunbedingt ein Mittagsschläfchen abhalten musste. Ich kam so schwer aus dem Bett, dass ich mich erstmal abduschen musste um wach zu werden. Mein Tag startete um 7 Uhr. Um 8 Uhr gab es Frühstück. Pünktlich war ich dort und verschlang mein obligatorisches Frühstücksbrötchen (mehr als ich Brötchen ist bei mir morgens nicht drin, ich bin kein Frühstücksmensch). Dazu 2 Kaffee. 2 Kaffee müssen sein. Ich war so motiviert, dass das Frühstück innerhalb von 15 min erledigt war. Ich brachte mein Besteck und Teller zum Abräumwagen und schnell war ich wieder im Zimmer. Irgendwie sah es wild aus mit meinem Gepäck. Ich musste noch Klamotten von der gestrigen Handwäsche zum trocknen auspacken. Ich packte also das Chaos ein, wieder so, dass das Gewicht gleichmäßig verteilt ist. Ein kurzer "hab-ich-alles-check" und ab aufs Bike. Der frühe Morgen war sehr frisch. I...

Tag 7

Bild
Ich bin an der polnischen Grenze! 2/3 meiner Reise sind geschafft und ich bin in Görlitz gelandet. Das Wetter hat mir jedoch einen Strich durch einen langen Radeltag gemacht. Ich musste die letzten Kilometer mit dem Zug fahren. Und wie immer: nur Chaos mit den Zügen. Überfüllte Züge, in denen ein Fahrrad undenkbar war. Zu späte Züge. Kaputte Ticketautomaten. Usw. Zug fahren macht wirklich kein Spaß.... Letztendlich war mir das egal, weil ich heute völlig entspannt war, was vielleicht auch an meiner Müdigkeit liegt und ich keine Kraft hatte mich aufzuregen. Eigentlich wollte ich einfach nur in ein warmes Bett, bei diesem Regenwetter. Das Wetter muss morgen einfach wieder besser werden. Wenn ich das genug manifestiere,  dann habe ich bestimmt Glück für morgen. Als ich nach dem Zugchaos dann endlich in Görlitz ankam, regnete es weiter und weiter. Ich blieb also im Bahnhofsgebäude, dort war es wenigstens kuschelig warm. Nachdem ich online wieder ein Zimmer gefunden hatte, tigerte ich b...

Tag 6

"Hey, nur noch 80 km zur polnischen Grenze" Der sechste Tag war wieder ein voller Erfolg. Nach dem gestrigen Durchhänger war ich heute wieder motiviert und bin um 07:30 Uhr aufs Bike gestiegen. Gott sei Dank gab es in dem "lost Place Hotel" Frühstück schon ab 06:30 Uhr. Perfekt für Frühaufsteher. Der Kaffee war jedoch grausam, da war das Frühstücken innerhalb von 10 min erledigt. Also war ich quasi gezwungen schnell los zu radeln, damit ich mir unterwegs einen richtigen Kaffee holen konnte. Die ersten Stunden fuhr ich durch, ohne Pausen. Ich wollte so schnell wie möglich Kilometer machen, solange es noch kühl und angenehm war. Ich hielt Ausschau nach einem Bikeladen. Ich brauchte Luft für meine Reifen. Ich hatte zwar eine Luftpumpe dabei, aber irgendwie verschlimmbesserte ich den Reifendruck. Als ich dann endlich in Chemnitz war (mein eigentliches Tagesziel von gestern), konnte ich einen Bikeladen besuchen. Der Chef konnte mich an dem schwäbische Akzent sofort zuord...

Tag 5

Bild
Der fünfte Tag war spektakulär, spektakulär schlecht. Der Tag hatte schon schlecht angefangen als ich den ersten Zug verpasst hat, weil der Automat und die nette Frau vom Infoschalter zwei verschiedene Zugverbindungen ausgespuckt hatten. Also eine Stunde warten zum nächsten Zug. Wie schön es noch im Hotel am Frühstückstisch gewesen wäre. Nachdem der Zug dann endlich kam erwartete mich die nächste Überraschung. Der Anschlusszug fiel aus. Nächster Tiefschlag. Gott sei Dank lernte ich hier einen Mitleidenden kennen. Ein junger Mann, aus der Gegend, der sich auskannte. Fragt mich nicht nach seinem Namen, aber er muss schon 5 Leben durchlebt haben. 6 Genickbrücke und Blutkrebs. Wie kann ein Mensch einen 6fachen Genickbruch überleben.... Er hat mir seine Narben gezeigt. Der Kerl weiß, was Leben heißt. Unfassbar wie wir ein Schnüpflein durchleiden und solche Menschen mit einem 6fachen Genickbruch ins Leben zurückkehren, Gott sei Dank. Toller Typ. Jedenfalls hat er mir bei dem Zugchaos geholfe...

Tag 4

Bild
Der vierte Tag war ein Pausentag. Pause vom radeln. Pause für die Beine. Pause fürs Mindset. Pause vom Abenteuer. Ich lag den ganzen Tag im Freibad und hab das Wetter und den Urlaub genossen, ganz ohne Anstrengungen. Wobei mir das radeln heute morgen gefehlt hat. Aufs Bike zu steigen und los zu radeln ist zur Gewohnheit geworden, in nur 3 Tagen. Das Fahrrad kann zum Alltag werden. So wie ein Auto zur Fortbewegung. Morgen starte ich den Tag mit einer Zufahrt nach Werdau. Ca. 100 km. Um über das gröbste an Höhenmeter durch zu sein. Die Thüringer Berge hatte ich bei der Berlinreise schon vermieden. Ich denke bei so einer Radreise warten genug Kilometer und Höhenmeter auf einen, da darf man schonmal mit dem Zug fahren. In Werdau angekommen warten dann noch 60km Strecke auf mich, nach Chemnitz. Morgen abend will ich in Chemnitz sein. Vom heutigen Tag gibt es also nichts großartig spannendes zu erzählen, außer das Kronach ein echt nettes Städtchen ist. Der morgige Tag wird wieder spannender,...

Tag 3

Bild
Ich kann es nicht oft genug sagen: Couchsurfing Brigitte war ein Engel. Zum Frühstück erwartete mich ein handgemahlener Kaffee auf der Terrasse, nachdem ich 10h durchgeschlafen hatte. Wir sehen uns aufjedenfall wieder. Mein nächste Etappe startete wieder um 9 Uhr morgens. Heute mit besserem Wetter. Strahlend blauer Himmel und eine Luft die zum durchatmen eingeladen hat. Die Tageskilometer betrugen heute nur 60 km. Mit Absicht. Ich wollte heute einen entspannten Radeltag einlegen und bin in Kronach gelandet. Kronach sieht aus wie eine Kurort mit sehr viel Altstadt und einer alten Stadtmauer. Sehr schön hier. Mein Plan war ursprünglich, sobald ich in Kronach angekommen war, noch in den Zug zu steigen und die Zugetappe hinter mich zu bringen. Jedoch gab es im Zielort kein freies Hotelzimmer mehr. Ich musste also, wohl oder übel (eher wohl), mit Kronach vorlieb nehmen. Aber auch hier hatte ich Probleme ein freies Zimmer zu bekommen. Sämtliche Gasthäuser waren voll, bis auf Eines. Ich hatte...

Tag 2

Bild
Der zweite Tag hat so semi gut angefangen, wurde tagsüber immer schlimmer und endete mit einem wunderschönen Erlebnis, dass ich nie vergessen werde... Ich fange von vorne an. Mein Frühstück in Gebsattel war sehr lieblos hergerichtet. Ich hatte Biggi vermisst, sie war wohl nur für das Abendessen und die Abendunterhaltung zuständig 😀  Aber ich will nicht meckern, da ich ohnehin nicht der große Frühstücksmensch bin. Ich drückte also meine zwei Tassen und das Leberwurstbrötchen in mich rein, damit ich schnellstmöglich auschecken konnte. Schließlich hatte ich über 100km vor mir. Schnell saß ich wieder auf dem Bike und es ging los, Richtung Bamberg. Der Himmel sah schrecklich aus. Grau und dunkel. Permanent wehte der Wind, sodass ich den ganzen Tag mit Seiten- und Gegenwind kämpfen musste. Den grauen Himmel hatte ich ständig im Nacken hängen und jeder Kilometer ohne Regen, war ein guter Kilometer, auch mit jenseits Gegenwind. Nach ca. 40 km landete ich wortwörtlich in der Pampa. So sehr...