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Es werden Posts vom Juli, 2026 angezeigt.

Tag 6

"Hey, nur noch 80 km zur polnischen Grenze" Der sechste Tag war wieder ein voller Erfolg. Nach dem gestrigen Durchhänger war ich heute wieder motiviert und bin um 07:30 Uhr aufs Bike gestiegen. Gott sei Dank gab es in dem "lost Place Hotel" Frühstück schon ab 06:30 Uhr. Perfekt für Frühaufsteher. Der Kaffee war jedoch grausam, da war das Frühstücken innerhalb von 10 min erledigt. Also war ich quasi gezwungen schnell los zu radeln, damit ich mir unterwegs einen richtigen Kaffee holen konnte. Die ersten Stunden fuhr ich durch, ohne Pausen. Ich wollte so schnell wie möglich Kilometer machen, solange es noch kühl und angenehm war. Ich hielt Ausschau nach einem Bikeladen. Ich brauchte Luft für meine Reifen. Ich hatte zwar eine Luftpumpe dabei, aber irgendwie verschlimmbesserte ich den Reifendruck. Als ich dann endlich in Chemnitz war (mein eigentliches Tagesziel von gestern), konnte ich einen Bikeladen besuchen. Der Chef konnte mich an dem schwäbische Akzent sofort zuord...

Tag 5

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Der fünfte Tag war spektakulär, spektakulär schlecht. Der Tag hatte schon schlecht angefangen als ich den ersten Zug verpasst hat, weil der Automat und die nette Frau vom Infoschalter zwei verschiedene Zugverbindungen ausgespuckt hatten. Also eine Stunde warten zum nächsten Zug. Wie schön es noch im Hotel am Frühstückstisch gewesen wäre. Nachdem der Zug dann endlich kam erwartete mich die nächste Überraschung. Der Anschlusszug fiel aus. Nächster Tiefschlag. Gott sei Dank lernte ich hier einen Mitleidenden kennen. Ein junger Mann, aus der Gegend, der sich auskannte. Fragt mich nicht nach seinem Namen, aber er muss schon 5 Leben durchlebt haben. 6 Genickbrücke und Blutkrebs. Wie kann ein Mensch einen 6fachen Genickbruch überleben.... Er hat mir seine Narben gezeigt. Der Kerl weiß, was Leben heißt. Unfassbar wie wir ein Schnüpflein durchleiden und solche Menschen mit einem 6fachen Genickbruch ins Leben zurückkehren, Gott sei Dank. Toller Typ. Jedenfalls hat er mir bei dem Zugchaos geholfe...

Tag 4

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Der vierte Tag war ein Pausentag. Pause vom radeln. Pause für die Beine. Pause fürs Mindset. Pause vom Abenteuer. Ich lag den ganzen Tag im Freibad und hab das Wetter und den Urlaub genossen, ganz ohne Anstrengungen. Wobei mir das radeln heute morgen gefehlt hat. Aufs Bike zu steigen und los zu radeln ist zur Gewohnheit geworden, in nur 3 Tagen. Das Fahrrad kann zum Alltag werden. So wie ein Auto zur Fortbewegung. Morgen starte ich den Tag mit einer Zufahrt nach Werdau. Ca. 100 km. Um über das gröbste an Höhenmeter durch zu sein. Die Thüringer Berge hatte ich bei der Berlinreise schon vermieden. Ich denke bei so einer Radreise warten genug Kilometer und Höhenmeter auf einen, da darf man schonmal mit dem Zug fahren. In Werdau angekommen warten dann noch 60km Strecke auf mich, nach Chemnitz. Morgen abend will ich in Chemnitz sein. Vom heutigen Tag gibt es also nichts großartig spannendes zu erzählen, außer das Kronach ein echt nettes Städtchen ist. Der morgige Tag wird wieder spannender,...

Tag 3

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Ich kann es nicht oft genug sagen: Couchsurfing Brigitte war ein Engel. Zum Frühstück erwartete mich ein handgemahlener Kaffee auf der Terrasse, nachdem ich 10h durchgeschlafen hatte. Wir sehen uns aufjedenfall wieder. Mein nächste Etappe startete wieder um 9 Uhr morgens. Heute mit besserem Wetter. Strahlend blauer Himmel und eine Luft die zum durchatmen eingeladen hat. Die Tageskilometer betrugen heute nur 60 km. Mit Absicht. Ich wollte heute einen entspannten Radeltag einlegen und bin in Kronach gelandet. Kronach sieht aus wie eine Kurort mit sehr viel Altstadt und einer alten Stadtmauer. Sehr schön hier. Mein Plan war ursprünglich, sobald ich in Kronach angekommen war, noch in den Zug zu steigen und die Zugetappe hinter mich zu bringen. Jedoch gab es im Zielort kein freies Hotelzimmer mehr. Ich musste also, wohl oder übel (eher wohl), mit Kronach vorlieb nehmen. Aber auch hier hatte ich Probleme ein freies Zimmer zu bekommen. Sämtliche Gasthäuser waren voll, bis auf Eines. Ich hatte...

Tag 2

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Der zweite Tag hat so semi gut angefangen, wurde tagsüber immer schlimmer und endete mit einem wunderschönen Erlebnis, dass ich nie vergessen werde... Ich fange von vorne an. Mein Frühstück in Gebsattel war sehr lieblos hergerichtet. Ich hatte Biggi vermisst, sie war wohl nur für das Abendessen und die Abendunterhaltung zuständig 😀  Aber ich will nicht meckern, da ich ohnehin nicht der große Frühstücksmensch bin. Ich drückte also meine zwei Tassen und das Leberwurstbrötchen in mich rein, damit ich schnellstmöglich auschecken konnte. Schließlich hatte ich über 100km vor mir. Schnell saß ich wieder auf dem Bike und es ging los, Richtung Bamberg. Der Himmel sah schrecklich aus. Grau und dunkel. Permanent wehte der Wind, sodass ich den ganzen Tag mit Seiten- und Gegenwind kämpfen musste. Den grauen Himmel hatte ich ständig im Nacken hängen und jeder Kilometer ohne Regen, war ein guter Kilometer, auch mit jenseits Gegenwind. Nach ca. 40 km landete ich wortwörtlich in der Pampa. So sehr...

Tag 1

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Ich bin on fire! Was für ein überragender erster Tag. Nachdem ich gestern tausend Tode gestorben bin und vor lauter Aufregung nicht wusste was ich mit mir anfangen sollte, musste ich gestern mittag ausgiebig eine Runde spazieren laufen, damit ich den Tag überhaupt überstand. Selten so nervös, aufgeregt und angespannt gewesen. Als der Tag dann endlich vorbei ging und es Abend wurde, hab ich mich endlich schlafen gelegt, aufs Sofa.....mein kleiner Bruder hat, am selben Morgen, auf meinem Bett Trampolin gespielt....es wird wohl Zeit für ein neues Bett. Das Bett is durchgebrochen 😀 Mit Schmetterlingen im Bauch schlief ich also ein und wachte des öfteren nachts auf. Unruhige Nacht. Um 7 Uhr quälte ich mich aus dem Bett, trank mein Kaffee, trank dann auch noch mein zweiten Kaffee...und um 08:50 Uhr tigerte ich endlich los. Ab nach Polen! Mit Pudding in den Beinen musste ich mir erst ein wenig die Angst nehmen und entspannt die ersten Kilometer vor mich her trödeln, um ein gutes Gefühl zu be...

ready to take off!

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Haben ist besser als brauchen

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Was braucht man denn mehr als ein funktionierendes Fahrrad mit zwei rollenden Reifen.... Nachdem ich bei der Berlinreise mehr Glück als Verstand hatte, habe ich mich dieses mal dazu überreden lassen, eventuell mal ein Pannenset mitzunehmen. In letzter Minute habe ich mir also ein Reifendichtmittel gekauft, dass den Reifen gleichzeitig verdichten und aufpumpen soll, was bei Tubelessreifen die bessere Lösung ist, als den Reifen neu zu wechseln. Reifen mit Schlauch sind für so eine lange Fahrt wohl eher das bessere Reifensystem. Bei Tubelessreifen braucht man, bei Reifenwechsel, einen Kompressor, um genug Druck aufeinmal in den Reifen zu bekommen. Den Kompressor hab ich aber nicht unterwegs. Also darf das Dichtmittel mich nicht enttäuschen und seine Arbeit tun unterwegs. Ich hoffe, dass ich das Zeug nicht brauche unterwegs.   Nach einigen Einkäufen diese Woche denke ich, dass ich nun alles beieinander habe und meine Taschen packen kann. Taschen werden am Tag vor der Abreise gepackt. 4...

Setup save

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Ich war fleißig! Nach meinem Post heute morgen war ich motiviert und habe direkt das Bike poliert, das Fell gepflegt und ihm die Fingernägel geschnitten ;-) Mein blauer Silberpfeil ist ready! Zur Bikepflege gehört auch die Kettenpflege. Die Kette ist elementar und muss zwingend gut laufen. Ohne Öl und zugekleistert mit Dreck können die kompletten Schaltvorgänge hops gehen und die Kette macht nicht mehr das, was sie soll. Zusätzlich ist das quietschende Geräusch, einer ungeölten Ketten, wirklich keine Musik in meinen Ohren. Mein Bruder meint immer: "So lange es noch quietscht, weißt du, dass es noch dran ist" Aber das gilt nicht für meine Fahrradkette.   Direkt nach der Fahrradpflege habe ich meine Biketaschen inspiziert und ich musste mich entscheiden, welche Taschen ich mitnehme. Vor allem nimm ich denn nun das Zelt mit oder nicht? - JA. Ich stürze mich ins Abenteuer, ohne Zelterfahrung zuvor. Aber irgendwann ist immer das erste Mal. Ich werde also nächste Woche nicht nur me...

Countdown :)

It´s the final countdown :-) In einer Woche gehts los und eigentlich bin ich noch völlig lost, welches Gepäck ich denn nun mitnehme. Zumindest habe ich mich gestern entschieden, welches Bike ich mitnehme. Mein Rennrad. Das Gravelbike macht mir einfach zu viele Kopfschmerzen. Unterwegs würde ich mich vermutlich nur darüber aufregen, wie viele Zipperlein das Bike denn hat. Ohne ein funktionierendes Bike macht die ganze Reise absolut gar kein Spaß.   Es ist also nicht mehr viel Zeit um mich vorzubereiten... Fahrrad putzen/Kette pflegen/Taschen Setup aufbauen/Einkaufen gehen/Gepäck bereit legen und überdenken/Elektronische Gegenstände laden/837 mal die WetterApp checken und beten/mentale Vorbereitung (die körperliche Vorbereitung ist abgehackt, eh zu spät 😅)/Ernährung umstellen? Eh nein?!!/Zweiten Koffer packen um Zeug für den Polenaufenthalt zu haben (mein Papa und Bruder fahren mit dem Auto nach)/Koffer bei Papa abliefern/Fahrrad nochmals checken/.....   Es ist noch viel zu tun...

Streckenplanung seit Wochen nicht geändert

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....der gestrige Tag war ein echter Durchhänger. Wie oft ich mich gestern gefragt hab, ob die Tour das Richtige ist, was ich tue, ist an zwei Händen gar nicht mehr abzuzählen. Die Nervosität  macht sich so langsam bemerkbar, Tag für Tag, jeden Tag mehr. Ich bekomme Panik, ob ich an alles Gepäck denken werde, dass ich benötige. Ich bekomme Panik, ob ich täglich einen Schlafplatz finde. Ich bekomme Panik, ob mich die Hitze, wie bei meiner Berlinreise, in die Knie zwingen lässt. Bei 37 Grad war das letztes Jahr ein echter Kampf jeden Kilometer zu strampeln. Ich erinnere mich an einen Tag, als ich vor Erschöpfung am Straßenrand saß, meinen letzten Tropfen Wasser aus der Wasserflasche nuckelte und ich kurz davor war einfach aufzugeben. Es ist nicht die Reise, die einen kaputt macht, sondern die Umstände. In diesem Tag war es die Hitze. Jeden Tag schaute ich zu, dass ich spätestens 8 Uhr los kam, bevor mich die Mittagshitze vom Bike holt. Jeden Tag um 7 Uhr aufstehen, radeln bis um 15 Uh...

Immer mehr Menschen stellen immer mehr Fragen

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Um den Blog mit Leben zu füllen und die nächsten zwei Wochen, bis es los geht, nicht still liegen zu lassen, kann ich euch über spannende Story erzählen, die mich vor der Radreise beschäftigen. Eines der Dinge die mich beschäftigt, sind Eure Fragen, Reaktionen und Bewunderungen. In den meisten Fällen fällt mir ad hoc keine spontane Antwort ein, um eure Frage gerecht zu werden, wenn mich mal wieder jemand fragt: Warum? Wie lange? Alleine? usw. Wahrscheinlich bin ich mir meistens nicht bewusst, wie außergewöhnlich es ist, seinen Jahresurlaub für eine anstrengende Radreise zu verschwenden. Nicht am Strand zu liegen, einen All inclusiv Hotelurlaub zu genießen, sondern sich im Sattel zu quälen. Ich stoße oft auf erstaunte und fragende Gesichter eurerseits. Die erste Reaktion die ich von euch höre: "Echt? Wirklich?" Kurz und knapp, wie meine Antworten nun mal so sind, antworte ich mit: "Ja, warum nicht?!" Je länger ich über eure Verwunderung nachdenke, desto verrückter is...

Noch 2 Wochen/14 Tage/336 h/3.839.247 Nervenzellen

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Ich fange an mir Gedanken über die Planung, das Gepäck und die Radreise zu machen. Das größte Problem das ich jedoch gerade habe: mein Bike. Welches Bike nehme ich mit? Beide Räder, die im Stall stehen, machen mir aktuell Probleme und lassen mein Kopf explodieren. Die alte Krücke, mein Gravelbike, hat ich nenne es mal vorsichtig: Befindlichkeitsstörungen😅 Die neu eingebaute Schaltung schaltet auf dem vorderen Kettenblatt nicht auf das große Ritzel. Am Wochenende hielt ich also bei meinem Bikeladen des Vertrauens an, als ich mit dem Rennrad auf dem Weg nach Aalen war. Ein wenig enttäuscht und mit sorglicher Stimme erläuterte ich mein Problem zum vierten Mal und bat darum, das Bike für meine Radreise in zwei Wochen fit zu kriegen. Das Gravelbike ist meine erste Wahl um die Radreise anzutreten. Das Gravelbike fährt sich mit einer bequemeren Körperhaltung und ist geeignet für Schotter- und Waldwege. Und viel Gepäck. Mein Rennrad hingegen ist für ein Gepäck, mit Zelt, eigentlich nicht ausg...

Über mich

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 Ich beginne mit dem Standartsatz: Hallo, mein Name ist Kathrin, ich bin bald 33 Jahre jung und mein Herz schlägt für mein Fahrrad. War das Standart genug? Standart kann jeder, doch wie stellt man sich am besten vor? Ich bin ziemlich schlecht darin mich selbst zu beschreiben und mich vorzustellen. Etliche male denke ich darüber nach, welche Worte mich richtig beschreiben würden. Mich selber einzuschätzen fällt mir schwer (ich frage miche gerade, ob ich mich mit meiner kommenden Radreise vielleicht ÜBERschätzt habe?!). In meinem Alltag versuche ich nach Außen hin stark und selbstsicher zu wirken. Meine Umwelt soll denken, dass ich völlig euphorisch und mutig meine nächste Bikepackingreise antrete. Das tu ich auch. Aber Innerlich habe ich Angst. Freude. Fernweh. Unfassbare innere Unruhe. Ich mache mir viel zu viele Gedanken, ob ich heil und unversehrt am Ziel ankommen werde und vorallem wie ich diesen Weg hinter mich bringe. Nichtsdestotrotz überwiegt die Freude auf mein nächstes grö...