Haben ist besser als brauchen
Was braucht man denn mehr als ein funktionierendes Fahrrad mit zwei rollenden Reifen....
Nachdem ich bei der Berlinreise mehr Glück als Verstand hatte, habe ich mich dieses mal dazu überreden lassen, eventuell mal ein Pannenset mitzunehmen.
In letzter Minute habe ich mir also ein Reifendichtmittel gekauft, dass den Reifen gleichzeitig verdichten und aufpumpen soll, was bei Tubelessreifen die bessere Lösung ist, als den Reifen neu zu wechseln.
Reifen mit Schlauch sind für so eine lange Fahrt wohl eher das bessere Reifensystem.
Bei Tubelessreifen braucht man, bei Reifenwechsel, einen Kompressor, um genug Druck aufeinmal in den Reifen zu bekommen. Den Kompressor hab ich aber nicht unterwegs. Also darf das Dichtmittel mich nicht enttäuschen und seine Arbeit tun unterwegs.
Ich hoffe, dass ich das Zeug nicht brauche unterwegs.
Nach einigen Einkäufen diese Woche denke ich, dass ich nun alles beieinander habe und meine Taschen packen kann. Taschen werden am Tag vor der Abreise gepackt. 4 Tage vorher zu packen macht keinen Sinn. Das erhöht die Unsicherheit und Nervosität unnötig. Also genieße ich die letzten Tage ohne Packstress.
Nach meiner gestrigen Begegnung beim Friseur bin ich ein wenig beruhigter. Es gibt nämlich Menschen, die sich genauso auf Radreisen vorbereiten und die genauso nervös sind und sich stündlich fragen, bis zur letzten Minute, ob man die Reise und Anstrengungen auf sich nehmen soll oder nicht. Letztendlich entscheiden sich solche Menschen immer FÜR die Radreise. Die Abenteuerlust und das Fernweh übertrifft alles. Jede Sorge, jede Angst und jede Ungewissheit über anstehende Schlafplätze, die man eventuell nicht findet. Es kann also nur noch besser werden. Sobald man losgefahren ist, sind alle Sorgen weg und man freut sich auf jede Begegnung mit Menschen und unplanbare Abenteuer.
Ich wünsche mir, dass der lange Weg viele Abenteuer für mich parat hält :-).
Die letzten Tage bis zum Start ziehen sich wie Kaugummi. Was jedoch nicht schlimm ist, bis dahin kann ich die Nächte im eigenen Bett noch genießen und das Wetter könnte auch noch ein wenig wärmer werden. Außerdem gibt es noch einen "Nudeltag".
Nudeln in Massen zu essen ist Tradition bei Fahrradfahren, um Energie zu Tanken und die nötigen Kohlenhydrate in sich rein zu schaufeln, die man für einen guten Start braucht😊
Das wird der letzte Post vor dem Start sein.
Ihr werdet also von nun an von mir hören, wenn ich unterwegs bin und irgendwo in Deutschland oder Polen auf dem Bike sitze.
Was ich mir selber Wünsche? - Geiles Wetter, entspannte und unfallfreie Fahrten, gutes Durchkommen, schöne Begegnungen und ein erfülltes Abenteuer. Ebenfalls "Allzeit Rückenwind".
Was ihr mir wünscht? (was mein Herz zum hüpfen bringt :-)) - gute Reise, gesundes Ankommen, Wunsch- und Traumerfüllung und eine geile Zeit.
Ab jetzt gilt also: Polen ich komme!
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