Tag 1

Ich bin on fire!
Was für ein überragender erster Tag.

Nachdem ich gestern tausend Tode gestorben bin und vor lauter Aufregung nicht wusste was ich mit mir anfangen sollte, musste ich gestern mittag ausgiebig eine Runde spazieren laufen, damit ich den Tag überhaupt überstand.
Selten so nervös, aufgeregt und angespannt gewesen.
Als der Tag dann endlich vorbei ging und es Abend wurde, hab ich mich endlich schlafen gelegt, aufs Sofa.....mein kleiner Bruder hat, am selben Morgen, auf meinem Bett Trampolin gespielt....es wird wohl Zeit für ein neues Bett. Das Bett is durchgebrochen 😀

Mit Schmetterlingen im Bauch schlief ich also ein und wachte des öfteren nachts auf. Unruhige Nacht. Um 7 Uhr quälte ich mich aus dem Bett, trank mein Kaffee, trank dann auch noch mein zweiten Kaffee...und um 08:50 Uhr tigerte ich endlich los. Ab nach Polen!
Mit Pudding in den Beinen musste ich mir erst ein wenig die Angst nehmen und entspannt die ersten Kilometer vor mich her trödeln, um ein gutes Gefühl zu bekommen.
Je mehr Kilometer ich riss, desto mehr verschwand die Nervosität und ich konnte mich voll und ganz endlich dem Abenteuer widmen.
Kopf aus, Hände an den Lenker, Beine treten in die Pedalen, Kette immer rechts und allezeit Rückenwind. Ich hatte Bock!
Erst ging es Richtung Schwäbisch Hall, dann Crailsheim und nach all den Bergen hab ich num 200km ohne viel Höhenmeter vor mir. Die Reifen rollen.
Kurz vor Tagesziel wurde es abenteuerlich. Mein Navi hatte mich durch Schotter- und Waldwege geführt. Ich musste umdrehen. Kein Durchkommen mit dem Rennrad und den dünnen Reifen.
Letztendlich bin ich dann irgendwann heil am Tagesziel angekommen. In Gebsattel. Ein Vorort von Rothenburg ob der Tauber.
Ich machte eine Pension ausfindig und reservierte mir ein Zimmer.
Es war noch früh, also ab in die Altstadt von Rothenburg.
Gegen 17 Uhr bezog ich mein Zimmer und lernte Biggi kennen. Sooooo eine herzige Gastgeberin. Tolle Biggi.

Nachdem ich mich geduscht hatte mussten meine Klamotten dran glauben, ebenfalls frisch geduscht hängen diese nun am Fenster und trocknen durch, hoffentlich.

Der erste Tag war erfolgreich, entspannt und mühelos. Ich genieße den Abend mit einem deftigen Essen bei Biggi und einem eiskalten Hefeweizen.
Der morgige Tag führt nach Bamberg. Dort wartet bereits die nächste Gastgeberin auf mich. Couchsurfing bei Brigitte und ihrer Tochter.

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